La citta e di chi se la gioca

11. August 2017

Im Rahmen der Katalogpräsentation von 50x50x50 ART SÜDTIROL hat die Künstlerin Susanne Rieper das Projekt „La città è di chi se la gioca“ vorgestellt. Gemeinsam mit Valeria Sanguini hat sie an 50x50x50 ART SÜDTIROL in der Franzensfeste teilgenommen.

Zum Projekt

Im Jahr 2014 ist „Ich bin Du“ entstanden, ein fortwährender Dialog über das Andere zwischen der Künstlerin Valeria Sanguini und der Migrationsforscherin Susanne Rieper. 2016 haben sie zusammen im MAAM, Museo dell’Altro e dell’Altrove in Rom die Kunstinstallation La Tenda_al MAAM von Valeria Sanguini errichtet. Vertikale Linien ziehen sich durch eine aufgelassene Halle, eine Vertikalität, die keine feste Form kennt. La Tenda ist umfassend. Der Horizont ist nicht definiert, er trifft nicht mehr auf die Erde, er schwebt und kann sich vorwagen um neue Wege und Anhaltspunkte zu suchen. Samtbänder zeichnen magnetische Meridiane auf dem Metall dieser Wände, wo Farbe auf Geste trifft, Grenzen negiert werden und sich Spalten auf ein mögliches Panorama öffnen.

La Tenda_7 km: Die Kunstintervention La Tenda_7 km entstand im Sommer 2014 in Riace, Kalabrien. Riace ist ein Dorf, in welchem der Bürgermeister Domenico Lucano, AsylwerberInnen dazu einlädt, die leerstehenden Häuser des Ortes zu beziehen. Die Häuser stehen deshalb leer, da die jungen Menschen aufgrund prekärer bzw. fehlender Arbeit abwandern und die verbleibenden alten Menschen mit der Zeit sterben. Die Kunstintervention bestand darin, gemeinsam mit der Bevölkerung Riaces ein Zelt aus Satinbändern durch das Dorf zu spannen und zwar durch Straßen, Wohnungen, Fenster, über Dächer, Balkone, durch Gärten.

Text: Valeria Sanguini